Amway Geschäft Analyse - Deutsche Ausgabe

German Speaking Feedback

Ansprache von arbeitssuchenden Personen durch Amway-Vertreter

In Deutschland ist es offenbar eine gängige Praxis von Amway-Vertretern, arbeitssuchende Personen direkt telefonisch zu kontaktieren. In meinem Fall nach der Veröffentlichung eines Stellengesuchs in der Zeitung, im Fall einer Freundin nach dem Eintrag in die Datenbank der Arbeitsagentur (die daraufhin auch von Versicherungsvertretern etc. angerufen wurde).
Bei dem Telefonat stellt der Anrufer eine innovative Geschäftsidee vor, allerdings ohne Einzelheiten zu dem Produkt oder dem Unternehmen zu nennen. Auf Nachfragen, was das denn für ein Produkt sei, wird erklärt, dass dies nur in einem persönlichen Gespräch vorgestellt werden kann. Bei dem persönlichen Gespräch werden die Amway-Produkte und das Geschäftsmodell vorgestellt - und sofort Druck ausgeübt, Probeprodukte zu kaufen und an einem Seminar/Motivations-Treffen teilzunehmen. Da für den Kauf der Probeprodukte ein 14-tägiges Rücktrittsrecht gilt, habe ich die Reinigungsmittel (für ca. 20 Euro) gekauft und einen anderen Termin zum Zeitpunkt des Seminars vorgeschützt, um aus der Situation rauszukommen. Mit den Informationen und Namen der Firma habe ich im Internet recherchiert und war dann ganz sicher, dass dies nichts für mich ist. Die Amway-Produkte habe ich mit einem entsprechenden Brief per Einschreiben an den Vertreter zurückgeschickt.
Allerdings hat mir die Situation deutlich vor Augen geführt, dass der im Gespräch ausgeübte Druck enorm ist; und wenn man monate- bzw. jahrelang keine Stelle findet, greift man nach jeden Strohhalm. Deshalb äußerste Vorsicht, wenn am Telefon nicht genau gesagt wird, um welches Unternehmen/Produkt es sich handelt - was jedes seriöse Unternehmen tun würde!

Guten Tag,

Ich bin Journalist und recherchiere gerade eine Geschichte in Berlin-Wedding. Dort hat sich ein "Pilotprojekt Young Generation" gegründet, das mit 40.000 Euro öfffentlicher Unterstützung 20 arbeitslose Jugendliche im Direktvertrieb ("Empfehlungsmarketing") ausbilden will. Im Hintergrund steht Amway. Die Initiatoren dieses Projektes verweisen immer wieder auf eine Kooperation mit dem IHK Bildungszentrum Dresden.

"In Zusammenarbeit mit dem IHK Bildungszentrum Dresden bietet die Amway GmbH an: Fortbildungsseminar mit zertifiziertem Abschluß Fachkraft (IHK) Berater im Direktvertrieb" heißt es auf einem Werbezettel.

Damit machen die Amway-Geschäftspartner hier ziemlich viel Eindruck.

Wissen Sie etwas von dieser Kooperation? Im Internet jedenfalls finde ich auf der Website der IHK keinerlei Hinweise darauf. Ich habe auch eine Mail an die IHK Dresden geschrieben, aber da ich am Montag eine Konfrontation mit den Amway-Leuten habe, weiß ich nicht, ob ich hier rechtzeitig Antwort erhalte.

Auf jeden Fall danke ich Ihnen für die gut gemachten Websites zum Thema. Wahrscheinlich wird es mit Ihrer Hilfe gelingen, diesem Unsinn im Wedding ein Ende zu bereiten. Die Jugendlichen kriegen Sozialhilfe oder haben sich inzwischen als Ich-AG im Arbeitsamt gemeldet. Ihnen wird Hoffnung gemacht, aber in Wirklichkeit haben sie keine Chance. Das ärgert mich besonders daran.

Ihr Christof

 

Hallo Scott,

vielen Dank für die prompte Antwort.

Da Sie der deutschen Sprache mächtig sind, schreibe ich auch in deutsch zurück, da mir dies wesentlich leichter fällt als englisch. Im übrigen kann ich nur sagen, daß Ihr deutsch wahrscheinlich wesentlich besser ist als mein englisch.

Sollten Sie jedoch mit meiner deutschen EMail Probleme haben, teilen Sie mir das bitte mit, damit ich dieses Mitteilung in einem schlechten Englisch übersetzen kann (muß). Ich habe mir Ihre Site downgeloaded (was für ein deutsch??) und muß sagen, je mehr ich davon verstehe, desto mehr hat sich mein Entschluß gefestigt, nicht als IBO zu arbeiten. Ich kann deshalb auch nur dringend empfehlen, diese Website in entsprechende europäische Sprachen zu übersetzen oder übersetzen zu lassen, da dies die einzige mir bekannte objektive Site ist, die sowohl positive wie auch negative Seiten dieses Geschäftes beschreibt. Wäre ich nicht so schlecht im Übersetzen, würde ich es tun, aber dabei würde wohl zuviel des Inhalts verloren gehen.

In jedem Fall bin ich sehr dankbar dafür, Ihre Website über den deutschen Suchservice gefunden zu haben. Dadurch habe ich wahrscheinlich mehrere Tausend Mark gespart.

Zu Ihrer Frage in Bezug auf Ausprobieren der Amway-Produkte nur soviel:Grundsätzlich befinden wir (ich und meine Frau) die Produkte als gut, jedoch als zu teuer. Dies ist auch der Grund für mich, neuen möglichen Beratern diese Produkte nicht zu empfehlen. Weiterhin kostet z.B. ein Pfund Kaffee bei Amway über $8, während man guten Kaffee im Laden breits für weniger als §3 kaufen kann. Wie sollte ich diese Preisdifferenz jemals einem Kunden erklären können, ohne nicht vollends von Amway überzeugt zu sein.

Ich jedenfalls kann Ihnen nur empfehlen, Ihre WebSite in für Europa verständliche Sprachen zu übersetzen (auch wenn Sie leider keine Zeit haben, dann lassen Sie es machen, wenn es nicht zu teuer wird), denn ich denke, jeder neue potentielle IBO sollte die Gelegenheit haben auf diese Site zurückgreifen zu können, um sich ein Bild dieser Amway-Praktik machen zu können.

Falls Sie Zeit, Lust, Laune und Gelegenheit haben, melden Sie sich einfach wieder,

mit besten Grüßen aus St.Leon-Rot, Germany

 

 

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