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Käufer deutscher Auktionen bieten 295.000 Euro für nicht vorhandene Waren |
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Zwischen dem 11. und 18. Januar 2003 initiierte der Verkäufer " electronix.shop (90)" 88 Ebay- Auktionen für 598 Artikel und einem Gesamtpreis von 172.805 Euro. In einem weiteren Fall startete zwischen dem 9. und 20. Januar 2003 der Anbieter "Multimedia-online-shop (92)" 160 Auktionen für 647 Artikel und 122.960 Euro.Hier finden Sie einen Überblick über die Electronix.shop und die Multimedia-online-shop Auktionen.Von des Opfern des Betruges wird berichtet, dass sie mindestens 100.000 Euro auf die Bankkonten von "Michael Castro" und "Mr. Perez" und auf das PostBank-Konto von Mr. Castro überwiesen hatten. Die Konten waren aber bereits abgeräumt, als die Berliner Staatsanwaltschaft diese konfiszierte. Die Berliner Kriminalpolizei wurde eingeschaltet und ermittelt in diesem Fall. Man geht davon aus, dass Mr. Castro und Mr. Perez als Team tätig waren. Es sieht derzeit so aus, als seien von Mulltimedia-Online vereinzelt Artikel aus den ersten Auktionen ausgeliefert worden, aber kein Artikel aus den Groß-Auktionen erreichte die Käufer. Die Berliner kriminalpolizei haben eine Fahndungsfotos ausgestellt.
Selbst als es anhand der hohen Anzahl angebotener Artikel und vorhergehender Auktionsaktivitäten offensichtlich war, dass diese Auktionen sehr fragwürdig waren, unterließ es Ebay, alle betroffenen Käufer per Email aufzufordern, mit Ihren Überweisungen so lange zu warten, bis die Situation geklärt ist. Dadurch transferierten noch mehr Käufer ihr Geld auf die Bankkonten der Betrüger, bevor diese dann geschlossen wurden. Es ist eigenartig, dass Ebay aber auch gar nichts unternahm, um die Käufer zu warnen, ja noch nicht einmal dann, als die Berliner Polizei zu der Entscheidung kam, dass in diesem Fall Ermittlungen eingeleitet werden müssen. Nach dem 21. Januar antworten beide Shops nicht mehr. Schlimmer noch: Ebay blockte noch vor der Schließung des PostBank- Kontos am 24. Januar für die Käufer die Möglichkeit, negative Informationen abzulegen. Am 22. Januar ging das Forum für die Geschädigten online.
"Electronix.shop" wurde am 27. November 2002 registriert und erhielt seine erste Bewertung am 6. Dezember 2002 als Käufer von Artikel 1975200051. Von den (90) Bewertungen erhielt der "Shop" 40 für gekaufte Artikel, 50 Bewertungen wurden für Verkäufe abgegeben, bei denen überwiegend CDs und DVDs für weniger als 20 Euro abgegeben wurden. Der teuerste Einzelartikel wurde kurz vor dem großen Betrug für ungefähr 500 Euro verkauft. Identisch stellt sich der Fall "Multimedia-online-shop" dar. Er registrierte sich am 25. November 2002, 66 Prozent seiner positiven Bewertungen wurden für seine Käufe, und nicht für seine Verkäufe, abgegeben. Es erscheint ziemlich fahrlässig, dass Ebay ohne irgendwelche Kontrollen den Leuten erlaubt, gleichzeitig so viele Auktionen mit mehr als 100.000 Euro Verkaufswert zu starten. Dies wird auch zukünftig zu gleichartigen Betrügereien einladen.
Die deutsche Zahlungsart der "Überweisung", ein direkter Geldtransfer, macht den Kauf von Waren in Deutschland risikoreich. Da der deutsche Zahlungsverkehr schneller verrechnet, ist es leichter, mehr Menschen auf die Schnelle zu betrügen, bevor der Schwindel platzt. Verbraucher in den Vereinigten Staaten zahlen ganz überwiegend mit Kreditkarte, und normalerweise deckt der Emittent solche Betrugsfälle mit ab. Diese Art von Betrug ist bei Ebay in Deutschland kein neues Problem: Ebay forum
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Originaltext von: Scott Larsen